Die Gesundheit des Lagotto Romagnolo

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Kurzhaarigkeit beim Lagotto Romagnolo                                                                                                                                                      30.10.2011

                                                                                                                                                             

Liebe Lagottofreunde, Vereinsmitglieder und Züchter,

der folgende Text, eingesandt vom Vorstand des Lagotto Club Schweiz,  erreichte kürzlich unseren Club:

Wenige Jahre nach der Ankunft der ersten Lagotti in der Schweiz wurden uns vereinzelte Fälle von sogenannter „Kurzhaarigkeit“ gemeldet. Dieses Phänomen war und ist nach wie vor sehr selten. Kurzhaarige Hunde sind keineswegs krank, nur unterscheiden sie sich eben in Aussehen stark vom normalen, gelockten Lagotto Romagnolo. Die Kurzhaarigkeit ist nicht sofort bei Geburt ersichtlich, sondern kommt erst mit dem Wachstum der Welpen zum Vorschein. Im Alter von 7-8 Wochen sind die Welpen jedoch von ihren gelockten Geschwistern an ihrem ungewöhnlich kurzen Fellkleid zu unterscheiden, vor allem am Kopf, den Ohren und Beinen. Beim erwachsenen Tier sind in der Regel längere Befederungen am Körper, Ohren und Rute vorhanden, das Gesicht und die Beine aber sind kurzhaarig. Diese Hunde haben einen normalen Fellwechsel und haaren. Äusserlich gleichen die kurzhaarigen Lagotti eher einem Münsterländer.

Kurzhaarige Lagotti sind gesunde Hunde, aber sie entsprechen wegen ihres andersartigen Fells nicht dem gewünschten Rassestandard. Kurzhaarige Lagotti können weder angekört noch ausgestellt werden.

                      

Die Felllänge und -beschaffenheit wird erblich von einem einzelnen Gen definiert. Es wird geschlechtsunabhängig (autosomal) vererbt, wobei die Anlage  (das sogenannte „Allel“)  für „gelockt“ (F) dominant über „kurzhaarig“ (f) ist. Ein Hund, mit je einem Gen F und einem Gen f  hat demzufolge ein gelocktes Fell. Erst wenn ein Hund beide Allele für kurzhaarig (ff) trägt, kommt die Kurzhaarigkeit zum Vorschein. Dies bedeutet im Klartext, dass beide Elternteile Träger (homozygot oder heterozygot) des Kurzhaar-Gens f sein müssen, damit sich in der folgenden Generation phänotypisch erkennbare Tiere mit kurzen Haaren präsentieren. Ähnlich wie bei der uns besser bekannten Juvenilen Epilepsie ergibt die Paarung zweier „Träger“ nach Mendel‘schem Gesetz eine Verteilung von 25% „kurzhaarig“ (das heisst betroffen = ff), 25% „gelockt“ (und frei vom Gen f), und um die 50% „gelockt“ (normal aussehend aber Träger von f).

Seit 1998 sind uns (Lagottoclub Schweiz) rund 10 Würfe bekannt, in welchen kurzhaarige Lagotti vorgekommen sind. Wir können deshalb davon ausgehen, dass heute noch verschiedene, auch zur Zucht verwendete Lagotti Träger des Gens f sind. Wir möchten hier nochmals betonen, dass Kurzhaarigkeit beim Lagotto Romagnolo nur selten auftritt. Sie kann deshalb nicht mit der früher häufig vorgekommenen Juvenilen Epilepsie auf die gleiche Wichtigkeitsstufe gestellt werden, sie ist keine Krankheit. Trotzdem möchten wir sie mit Hilfe der  jetzt vorhandenen DNA-Analysen zum Verschwinden bringen.

Die Firma LABOKLIN Deutschland stellt seit kurzem einen Gentest zur Verfügung, mit dem geklärt werden kann, ob ein Hund Träger des Kurzhaargens f ist oder nicht. Für Zusatzinformationen bitte die Homepage von LABOKLIN GmbH konsultieren (www.laboklin.de).

Wir stellen es jedem Lagotto-Besitzer und/oder Züchter frei, solche DNA-Analysen zu machen. Der Lagotto Club Schweiz ist natürlich daran interessiert, dass eine Vielzahl von Hunden diesen Test absolviert;......

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

Ca. 5ml EDTA-Blut pro Hund in einer gut geschützten Verpackung per Eilboten einsenden (nicht einfrieren, Kühlung nicht notwendig). Wenn es geht, so schicken, dass die Blutproben nicht übers Wochenende auf der Post liegen. Blutproben bitte gut leserlich beschriften. Dazu werden folgende Angaben benötigt:

Titel: Blutprobe für LABOKLIN; Test 8195 „Furnishing“
Name des Hundes (Name & Zwinger)
Rasse
Geschlecht (m/w, intakt/kastriert)
Zuchtbuch-Nummer
Wurfdatum des Hundes
Farbe des Hundes
Name des Besitzers
Telefon-Nr. des Besitzers
E-Mail-Adresse des Besitzers (falls vorhanden)
Datum der Blutentnahme

Falls bei Ihrem Hund eine Krankheit diagnostiziert wurde, schicken Sie bitte Kopien der Befunde zusammen mit der Blutprobe ein.
Wichtig: Leistung 8195 ‚Furnishing‘ ankreuzen (nicht Kurzhaar/Langhaar Test)

© Lagotto Club Schweiz


Sicher ist es von Vorteil, wenn Sie das LABOKLIN-Formular benutzen. Das Formular steht zum Runterladen auf der HP des 1.LRCD und auch im Mitgliederbereich zur Verfügung. 

Der Lagottoclub Deutschland schließt sich der Vorgehensweise des Lagottoclub Schweiz an. Jeder Lagottobesitzer (-züchter) kann selbst entscheiden, ob er den Test durchführen lassen möchte. Der Test ist freiwillig.

Vor allem für die Zuchttiere ist dieser Test von Bedeutung. Züchter wollen schließlich Hunde mit dem rassetypbestimmenden Lockenhaar züchten. Nur wenn sie wissen, dass Zuchttiere keine Träger des Kurzhaargens sind, sind sie in der Wahl der Zuchtpartner frei.

Der Test kostet € 45,50. Für Mitglieder des 1.LRCDs wird ein Untersuchungsrabatt von 15% gewährt. Um den Untersuchungsrabatt gewähren zu können möchte Laboklin eine Mitgliedsbestätigung mit Mitgliedsnummer sehen. Daher sollen diejenigen die einen Kurzhaargentest machen möchten, eine kurze, formlose E-Mail an die
1. Vorsitzende, Ute Ruoff, 1.Vorsitz@lagottoclub.de schreiben.
Die Mitgliedschaft wird dann formlos per E-Mail bestätigt. Diese E-Mail fügen Sie bitte ausgedruckt Ihrem Untersuchungsauftrag bei, damit sie den Untersuchungsrabatt gewährt bekommen.

 

Ute Ruoff, 26. Oktober 2011
1. Vorsitzende 1.LRCD


  Untersuchungsauftrag LABOKLIN.pdf

 

Katarakt                                                                                                                                                                                                       29.10.2010

Dank Ihren Einsendungen der Blutproben, konnte bereits mit der Forschung zum Katarakt - Gentest begonnen werden.

Es werden aber weiterhin immer noch Blutproben benötigt. Also unterstützen Sie diese Forschung mit der Blutprobe Ihres Lagotto.

        Kontakt sowie weitere Info :     

Beauftragte des 1. LRCD e.V. für Katarakt

Eva Fauth
Schwanner Str. 28
D-75334 Straubenhardt
Tel.: +49 7082 20141
E-Mail: juergen.fauth@t-online.de

http://www.greccio.de

Merblatt/Testfomular pdf deutsch hier                                           Merkblatt/Testformular pdf englisch hier

 

Katarakt                                                                                                                                                                                                       17.07.2010

Das Neueste zum Katarakt - Gentest
 
Inzwischen hat sich der Blutprobenversand zur Erforschung des Kataraktgentests weltweit herumgesprochen, der eine oder andere Lagottobesitzer hat sich mittlerweile an diesem großartigen Projekt beteiligt.
Nun hoffen wir, dass sich  bald die von Herrn Prof. Distl gewünschte Menge an Blutproben in Hannover eintreffen, um mit der Forschung beginnen zu können, da immer mehr Kataraktfälle auftreten.
 
Für den Blutversand erhalten die Besitzer keine automatische Empfangsbestätigung von Seiten der Tierärztlichen Hochschule Hannover, da die Universität täglich, zahlreiche Blutproben ( nicht nur von Hunden ) in Empfang nimmt und somit ist es Seitens der Verwaltung gar nicht möglich,  jeden Blutprobenempfang zu bestätigen.
 
Am 7. Juli diesen Jahres fuhr ich in die Schweiz zu Herrn Prof. Dr. Bernhard Spiess, um ihm das Projekt Katarakt - Gentest vorzustellen. Prof. Spiess ist Ophthalmologe der Universität Zürich. Er war sehr erfreut über dieses Vorhaben und wird es ebenfalls aktiv unterstützen.
In Zukunft werden sich die drei Professoren Distl, Spiess und Leeb austauschen, um zu einem baldigen Erfolg zu gelangen.
Ich denke meine weiten Reisen, die vielen Mails und Telefongespräche werden sich zu Gunsten der Hunde in naher Zukunft auszahlen.
 
Wichtig für die Untersuchungen ( DOK Arzt ) sind vor allem Hunde ab ca. 3 Jahren , denn die Katarakt kann man meist erst ab diesem Alter und älter feststellen.
Bei jungen Hunden sieht man die Katarakt meist noch nicht, daher ist die Untersuchung im Junghundealter noch nicht entgültig aussagekräftig. Es wäre wünschenswert, wenn Besitzer von älteren Hunden ( nicht nur Zuchthunde ) die Augenuntersuchung/Blutversand  durchführen lassen würden.Eine jährliche Augenuntersuchung wäre ebenfalls von großem Nutzen, wie es bei vielen anderen Hunderassen schon seit langem zur Pflicht geworden ist.
 
Bei meinem letzten Kontakt mit Finnland, erhielt ich eine positive Antwort.Die Finnen werden im Herbst in den größeren Städten Augenuntersuchungen/Blutentnahmen durchführen und somit zur weiteren Unterstützung der Erforschung des Katarakt -  Gentestes beitragen.
 
 Unter www.dok-vet.de können Sie  noch Wissenswertes über das Auge und die Untersuchung finden.

                                 Kontakt sowie weitere Info :     

Beauftragte des 1. LRCD e.V. für Katarakt

Eva Fauth
Schwanner Str. 28
D-75334 Straubenhardt
Tel.: +49 7082 20141
E-Mail: juergen.fauth@t-online.de

http://www.greccio.de

Merblatt/Testfomular pdf deutsch hier                                           Merkblatt/Testformular pdf englisch hier

 

 

 

 

Juvenile Epilepsy  (JE)

ausführliche Info unter: http://www.dog-ruoff.de/Lagotto_special_info.htm 

Merkblatt/Testformular unter www.genoscoper.com    hier

 

 

 

 

Die Hüftgelenksdysplasie 

 

Hüftgelenkdysplasie (HD) bedeutet  ganz allgemein eine Missbildung der Hüfte.

Die HD kann eine angeborene oder erworbene Entwicklungsstörung der Hüfte sein, die in verschiedenen Graden auftritt  (HD C, HD D usw.).

Infolge der Entwicklungsstörung kommt es im Laufe der Skelettreifung beim Welpen und Junghund zu verschiedenen Veränderungen am Hüftgelenk. Betroffen sind die Knochen des Hüftgelenks, die Gelenkkapsel und die Muskeln der Hüfte und des Oberschenkels.

Der Grad der Hüftgelenksdysplasie wird durch ein Röntgenbild festgestellt.

HD A bedeutet, dass keine HD vorliegt.

HD B ist ein Verdacht auf HD gegeben.

HD C ist eine leichte Form der HD.

D und E sind eine mittlere bis schwere Form der HD.

 

 

HD in der Zucht


Im VDH darf mit HD A bis HD C Hunden gezüchtet werden. Hat ein Hund jedoch HD C, darf er grundsätzlich nur mit einem HD freien Hund (HD A) verpaart werden, in Ausnahmefällen auch mit einem HD B Hund. HD D und E Hunde dürfen nicht in der Zucht eingesetzt werden.